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Kapuziner in Ingolstadt

Die Brüdergemeinschaft der Kapuziner in Ingolstadt ist Teil des weltweiten Kapuzinerordens mit rund 11.000 Ordensmitgliedern.

Nähe und Solidarität mit den Armen

Kapuziner führen im Sinn des Hl. Franziskus von Assisi ein einfaches, auf Gott ausgerichtetes Leben in Brüdergemeinschaften. Die Nähe und Solidarität mit den Armen und Ausgegrenzten sowie der bescheidene Lebensstil gelten als Besonderheit der Kapuziner, die ihren Namen von der langen Kapuze ihrer Ordenskleidung (brauner Habit) haben. Die Kapuziner nennen sich alle im Sinn des Hl. Franziskus „Brüder“, unabhängig davon ob sie geweihte Priester oder „Laienbrüder“ sind. Die Kapuziner leben grundsätzlich in den Gemeinschaften der einzelnen Kapuzinerklöster. Jedes Kloster wird vom Guardian geleitet.

Die Tätigkeiten der Brüder im Ingolstädter Konvent:

  • Einladung zum Chorgebet/Stundengebet
  • Beichte, Beichtgespräch, Versöhnungsfeiern
  • Gesprächsseelsorge (Gespräch im Gewölbe)
  • Geistliche Begleitung
  • Regelmäßige Gebetstreffen
  • Angebote für bestimmte Gruppen
  • Eucharistiefeiern für Kinder, Jugendliche und Familien

Geschichte des Ingolstädter Konvents

2006 übernahm die bayerische Kapuzinerprovinz die Seelsorge im bisherigen Franziskanerkloster. Dieses wurde 1257 gegründet. Herzog Ludwig der Strenge überließ den Franziskanern ein Grundstück nördlich der damaligen Stadtmauer, um darauf ein Kloster und eine Kirche zu bauen. Die Kirche war 1275 fertig. Während der Säkularisation blieben die Franziskaner in Ingolstadt als zentrales „Aussterbekloster“ für Ordensbrüder aus aufgelösten Franziskanerklöstern. Die Ingolstädter zogen 1827 in das ehemalige Kloster der Augustiner, in dem das Gnadenbild einer gotischen Madonna, der so genannten „Schuttermutter“, verehrt wurde. Das eigentliche alte Barfüßerkloster wurde von 1828 an bis zum Ende der königlich bayerischen Armee als Kaserne genutzt. 1933 übernahm der Reichsarbeitsdienst die Klosteranlage, 1943 kamen die Gebäude in den Besitz der NSDAP. Das alte Augustinerkloster befand sich in etwa zwischen dem heutigen Viktualienmarkt und Theatervorplatz. Das Kloster und seine Kirche fielen 1945 einem Bombenangriff zum Opfer. Daher kehrten die Franziskaner nach dem Zweiten Weltkrieg in ihr ursprüngliches Domizil zurück und übertrugen die „Schuttermadonna“ in die Ölberg- oder Lichtenauerkapelle der Franziskanerkirche.

Die Kapuziner in Ingolstadt