Poetisches in St. Moritz – Poetry Slammer rezitierten Texte über Lebenssinn und Jenseitsbilder

Bild: © Raymund Fobes

Nachdem es in Ingolstadt schon eine reichhaltige Poetry-Slam-Szene gibt, fand am 6. Mai erstmals ein solcher Slam in einer Kirche statt. Poety-Slam, das ist der neudeutsche Name für „Dichterwettstreit“. Poetisch begabte Frauen und Männer tragen ihre Verse vor, und eine Jury aus dem Publikum gibt ihr Urteil ab.

Beim Kirchenslam in St. Moritz traten acht junge und junggebliebene Künstlerinnen und Künstler auf und trugen Texte vor, die es mit den Fragen zu tun hatten, die auch religiöse Menschen beschäftigen – mal heiter, mal besinnlich. Da ging es um Lebenssinn und Todesangst, aber auch – ganz humorvoll – um das „Wie“ und „Wo“ des Jenseits. Es ging um Liebe und um Macht, um das Unscheinbare und gleichzeitig Gute, um das Mehr und die Leere.

Die jungen Dichter kamen aus ganz Bayern und darüber hinaus:  Meike Harms aus München, Artem Zolotarov aus Mainz, Nik Salsflausen aus Esslingen, Lara Ermer aus Frankfurt, Marius Loy aus Esslingen, Barbara Gerlach aus Nürnberg,  Maron Fuchs aus Bamberg und schließlich Peter Parkster aus Ingolstadt. Alle hatten sie schon viel Erfahrung im Slammen und auch waren sie auf Spitzenplätze in ihrer Zunft vorgedrungen.

Am Ende machte Maron Fuchs das Rennen – erst mit einem Gedicht über die Leere und dann, im Finale, mit Versen über den Stress. Durch den Slam führte Michael Jakob, seines Zeichens zweifacher fränkischer Poetry-Slam-Meister. Maßgeblich auf den Weg gebracht hat den Slam Oswald Meyer, Seelsorger bei der Katholischen Hochschulgemeinde in Ingolstadt.

Und für die besondere Atmosphäre sorgte neben der Lichtinstallation auch eindrucksvolle Orgelmusik – vorgetragen vom Organisten der Moritzkirche Christian Ledl.

Text und Bilder: © Raymund Fobes

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